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Die Küche der Bretagne, in
erster Linie vom Meer geprägt, ist bekannt für ihre
hohe Qualität und ihre große Frische. Die Wege
zumVerbraucher bei einer 1000 km langen Küstenlinie sind
kurz. Fische, Muscheln und Krustentiere aus dem Meer
Seeteufel, Makrelen, Sardinen, Seelachs oder
Thunfisch, Jakobsmuscheln, Miesmuscheln, Austern und
Krebse, Hummer, Langusten und Langustinen, ergänzt durch
Lachse, Hechte und Forellen aus den zahlreichen Bächen
und Flüssen, bieten für mehrere Ferienwochen
Abwechslung auf dem Speiseplan.
Die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte steht
denen der Fischerei nicht nach. Probieren Sie die
zahlreichen Pasteten, pikant gewürzten Würste, zartes
Lammfleisch, körnergefüttertes Geflügel und nicht zu
vergessen, geschmackvolle Kartoffeln, Blumenkohl und die
unvergleichlichen Artischocken. Dazu wird knuspriges
Baguette, zunehmend mit dunklerem Mehl zubereitet und
immer mit der traditionellen Salzbutter gereicht.
Die bretonischen Rezepte sind von je her schnörkellos,
aber immer köstlich. Und wem nach mehr Rafinesse zumute
ist - voilà - eine junge Garde von Köchen hat die
Traditionsrezepte modernisiert und bietet Gerichte an,
die den Vergleich mit denen der französischen
Gourmetregionen nicht zu scheuen brauchen - zu überaus
zivilen Preisen übrigens.
Natürlich ist bei einer Bretagnereise der Besuch
einer Crêperie ein Muss. Die Crêpe, hauchzarte
Pfannekuchen, werden entweder mit Buchweizenmehl (au blé
noir), herzhaft belegt mit Käse, Ei, Schinken, Würsten
oder Gemüse oder mit Weizenmehl (au froment), dann süß
mit Zucker, Konfitüren, Früchten und ähnlichem
garniert angeboten.
Und die Getränke: Was den Alkohol
anbelangt, scheint in der Bretagne nichts ohne Apfel zu
gehen. Aperitif: Pommeau, erfrischendes Getränk
zu Crêpes: Cidre, süß (doux), halbtrocken (demi
sec) oder sehr trocken (brut), Eau de vie: eine
Art Calvados, der sich nur nicht so nennen darf, weil er
nicht in der Normandie destilliert wurde, Chouchenne:
ein Honigwein, früher recht häufig bei traditionellen
Festen serviert, ist mittlerweile eher selten zu finden.
Immerhin gibt es auch einen bretonischen Wein, den Muscadet
Sevre et Maine sur lie; wie praktisch, dass er
wunderbar mit Fischen, Muscheln und Krustentieren
harmoniert.
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